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GEHALTSCHECK

Durchschnittsgehalt in Deutschland

Das verdient ganz Deutschland im Durchschnitt. Stand: 09.12.2018

Monatlich 2923.2265084075
Jährlich 35078.71810089

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Wer in Deutschland als Angestellter oder in höherer Position eine Arbeit hat, erhält ein Gehalt. Für das Gehalt gibt es, je nach Status des Arbeitenden, unterschiedliche Bezeichnungen. Arbeitsentgelt, Lohn und Gehalt sowie Verdienst sind die gängigsten Bezeichnungen. Auch wird sehr oft vom Einkommen gesprochen. Wer regelmäßig zur Arbeit geht, erhält dieses Einkommen auch regelmäßig ausbezahlt. Ein Beamter erhält Sold und als Rentner eine Pension, der Angestellte erhält im Alter eine Rente. Während der Arbeitszeit wird jedoch zumeist von einem Gehalt gesprochen, das in der Regel monatlich ausgezahlt wird.

Für eine regelmäßig ausgeübte Tätigkeit gibt es ein Gehalt. Aber wie kommt es dazu, dass für Arbeit ein Lohn ausgezahlt wird? Wieso wird Gehalt monatlich ausgezahlt? Wann erhält man sein erstes Gehalt und wie hoch darf und muss ein Einkommen sein, damit man damit seinen Alltag bestreiten kann?


Definition von Gehalt

Der Arbeitgeber ist per Gesetz verpflichtet, seiner Entgeltzahlungspflicht nachzukommen. Im Klartext heißt das: Für eine regelmäßig verrichtete Tätigkeit, muss der Arbeitgeber ein Gehalt zahlen. Zumeist wird dieses Einkommen monatlich vom Arbeitgeber direkt auf das Konto des Arbeitnehmers überwiesen. Es gibt aber auch noch andere Entgeltformen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Ein Teil des Gehalts kann auch in Form von Sachbezügen ausbezahlt werden, das muss aber in Absprache von Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgestimmt werden. Zu den anderen Formen der Entgeltzahlung gehören auch der Akkordlohn, Provisionen, Prämien, Aktienbeteiligungen, Gratifikationen und Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld.

  • Außerdem gilt in Deutschland seit dem 01. Januar 2005 ein gesetzlicher Mindestlohn. Der Stundenlohn betrug zunächst 8,50 Euro brutto und ist inzwischen auf 8,84 Euro brutto angehoben worden. Ab dem 01. Januar 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn ohne Ausnahmen.

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Wie ist Gehalt entstanden?

Es ist historisch schwer nachzuvollziehen, wann genau das System der Lohnzahlung eingeführt wurde. Vermutlich wurde bereits zu Zeiten, als die ersten Tauschgeschäfte und Tauschwaren erfunden wurden, Arbeit gegen (Geld)leistung zur Verfügung gestellt. Der Begriff des Arbeitnehmers existiert allerdings erst seit der Entstehung kapitalistischer Industriegesellschaften. Die Industrialisierung im 18. Jahrhundert führte dazu, dass immer mehr Menschen vom Land in die Stadt zogen, um dort in Fabriken zu arbeiten. Zu dieser Zeit entstand die Klasse der Arbeiter. Es ist davon auszugehen, dass erst während der Industrialisierung geregelte und regelmäßige Lohnzahlungen stattgefunden haben, so wie wir sie heute kennen. Im deutschsprachigen Raum wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts die Begriffe "Arbeitgeber" und "Arbeitnehmer" geläufig. Dann erst wurden jene Bezeichnungen in Rechtstexten und Verordnungen verwendet.

Erst im Jahr 1896 trat ein Gesetz zum Dienstvertrag in Kraft, das besagt, dass die Pflichten des Arbeitnehmers (Arbeit) und Arbeitgebers (Bezahlung) in Form eines Vertrags festgehalten werden müssen.
In der Zeit der Weimarer Republik entstanden weitere Arbeitsschutzgesetze und Tarifverträge.

Gehalt prüfen

Viele Beschäftigte sind sich nicht sicher, ob ihre Arbeitsleistung fair bezahlt wird. Um besser beurteilen zu können, ob ihr Verdienst vergleichbar mit anderen Arbeitnehmern in ähnlichen Positionen ist, bietet es sich an, mithilfe von verschiedenen Kriterien zu überprüfen, ob die Höhe ihres Entgelts gerechtfertigt ist.

Was verdienen die Kollegen?

Besonders in Deutschland gilt das Gehalt immer noch als Tabuthema. Das macht es oft schwierig, einzuschätzen, ob der eigene Lohn angemessen ist. Gerade als Berufsanfänger fällt es einem nicht leicht, sein erstes Gehalt zu verhandeln. Es fehlen nicht nur Vergleichswerte aus früheren Beschäftigungen: Auch die Kollegen geben in der Regel nicht preis, wie viel sie verdienen. Schließlich ist es in Deutschland nicht unüblich, dass im Arbeitsvertrag eine Schweigepflicht zum Verdienst festgelegt wird. Zu erfahren, wie viel ein bestimmter Kollege verdient, ist somit nicht gang und gäbe.

Seit Januar 2018 gibt es im Bezug auf die Lohngerechtigkeit eine neue Regelung, die zu mehr Transparenz in den Entgeltstrukturen führen soll. Das neue Gesetz erlaubt es, dass Arbeitnehmer bei Ihren Arbeitgebern eine Auskunft darüber einfordern können, nach welchen Kriterien sie wie bezahlen. Auf diese Weise soll mehr Gerechtigkeit, vor allem für Frauen am Arbeitsmarkt, geschaffen werden.

  • Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern liegt in Deutschland bei 21 Prozent.

Nach wie vor herrscht immer noch eine signifikante Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, sodass mit dem Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen der geschlechtsbezogenen Diskriminierung entgegengewirkt werden soll. Allerdings greift der Auskunftsanspruch erst bei einem Unternehmen ab 200 Beschäftigten.

Welcher Verdienst ist angemessen?

Ob das monatliche Entgelt als angemessen empfunden wird, obliegt oft der eigenen subjektiven Wahrnehmung. Wenn man sich kritisch damit auseinandersetzt, sollte immer bedacht werden, ob der Verdienst den Anforderungen, der Schwere der Aufgaben, dem Grad der Verantwortung und der Höhe der Qualifikation entspricht. Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien sollte eine objektivere Einschätzung leichter fallen.

Kriterien für die Gehaltsverhandlung

  • Anforderungen
  • Schwere der Aufgaben
  • Grad der Verantwortung
  • Bildungsabschluss / Qualifikationen
  • Berufserfahrung
  • Arbeitszeiten/ Überstunden

Gehaltscheck

Durchschnittswerte können für eine erste Orientierung sehr hilfreich sein, um zum Beispiel zu erfahren, ob der eigene Gehaltswunsch realistisch und üblich ist. Mithilfe des Gehaltscheck-Tools lässt sich schnell und einfach bestimmen, wie viel ein Beschäftigter durchschnittlich verdient.

  • Das durchschnittliche Einkommen eines Deutschen liegt bei ca. 2900 € brutto.

Der Gehaltscheck gibt nur einen Richtwert wieder, denn auch hier müssen die individuellen Unterschiede des Arbeitnehmers berücksichtigt werden. Anhand des Gehaltschecks lässt sich lediglich der durchschnnittliche Verdienst im jeweiligen Beruf, gemessen am Bundesland, Alter und Geschlecht, ermitteln.

Allgemein lässt sich festhalten, dass Beschäftigte in den alten Bundesländern durchschnittlich mehr verdienen, als in den neuen Bundesländern, unzwar ein Viertel mehr. Die Lohnlücke kann je nach Beruf und Branche sogar noch signifikanter ausfallen. Neben regionalen Differenzen zählt das Alter und die Berufserfahrung eine große Rolle für die Höhe des Einkommens.

Bruttostundenverdienste nach Bundesländern in €*
Mecklenburg-Vorpommern13,77
Thüringen13,83
Sachsen14,08
Sachsen-Anhalt14,15
Brandenburg14,45
Schleswig-Holstein16,06
Niedersachsen16,57
Rheinland-Pfalz16,99
Saarland17,20
Berlin17,26
Nordrhein-Westfalen17,83
Bremen18,19
Bayern18,26
Baden-Württemberg18,63
Hessen19,14
Hamburg19,94

Quelle: Statistisches Bundesamt, Verdienste auf einen Blick, 2017

Höhe des Gehalts

Wie hoch das Einkommen ist, hängt von vielen Faktoren ab. Je nachdem, in welcher Branche man arbeitet und wie lange man bei einem Unternehmen beschäftigt ist, bestimmen die Höhe des Gehalts. Da das Einkommen sich aber nicht immer rein aus der Summe errechnet, die innerhalb eines Monats an den Mitarbeiter ausbezahlt wird, ist es nicht leicht zwischen verschiedenen Einkommen zu vergleichen. Je nach Arbeitsvertrag kann es sein, dass der Angestellte bestimmte Sonderzahlungen erhält, die im Voraus mit dem Arbeitgeber abgesprochen wurden. So kann es sein, dass zwei Mitarbeiter mit ähnlichen Aufgaben innerhalb einer Abteilung abweichend hohe Gehälter beziehen. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass hier eine Ungerechtigkeit vorliegt, sondern der eine Mitarbeiter eventuell über einen geldwerten Vorteil einen Ausgleich für ein monatlich geringeres Gehalt erhält.

  • Die Qualifikation und Ausbildung spielt bei der Höhe des Gehalts ebenfalls eine große Rolle. Angestellte mit einem Hochschulabschluss verdienen mitunter mehr auch zum Einstieg ins Berufsleben als Angestellte, die eine Ausbildung oder einen Lehrgang absolviert haben.
FirmengrößeBis 500 Mitarbeiter501-1000 MitarbeiterÜber 1000 Mitarbeiter
Mindestgehälter1468 €1747 €2764 €
Durchschnittsgehälter2409 €2605 €3868 €
Spitzengehälter3692 €3743 €7090 €

Gehalt: Wichtige Fakten

  • Der Arbeitgeber ist verpflichtet ein Arbeitsentgelt zu zahlen
  • Gehalt, Einkommen, Lohn, Arbeitsentgelt sind als gleichwertige Bezeichnungen zu verstehen
  • Ausbezahlt wird zumeist monatlich in Form einer Überweisung auf das Konto des Arbeitnehmers
  • Sonderformen des Arbeitsentgelts sind z.B. Prämien, Zuschläge, Sonderzahlungen, Aktienbeteiligungen
  • In manchen Branchen gelten Tarifverträge für bestimmte Lohnzahlungen
  • Seit dem 01. Januar 2005 muss ein gesetzlicher Mindestlohn gezahlt werden

Um das Arbeitsrecht besser zu verstehen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine zusammenfassende Broschüre herausgegeben, damit der Arbeitnehmer einen schnellen Überblick über die wichtigsten Bestimmungen erhält:

PDF-Broschüre zum Arbeitsrecht

Häufige Fragen zum Gehalt

Zumeist ist vertraglich geregelt, wann der Arbeitslohn ausbezahlt wird. Sollte wider Erwarten der Arbeitslohn länger als einen Monat lang nicht ausbezahlt werden, sollte das Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht werden. Zumeist wird das Gehalt am Ende oder am Anfang eines Monats ausbezahlt. Seltener ist die Regelung den Lohn zur Mitte des Monats zu zahlen. Je nach Wochentagen innerhalb eines Monats kann es sein, dass eine Auszahlung ein paar Tage früher erfolgt wenn ein Wochenende dazwischen liegt. Eine Auszahlung von Einkommen am Samstag oder Sonntag erfolgt nicht.

Ein gutes Gehalt hängt davon ab, was mit diesem Gehalt bezahlt werden soll und muss. Wenn Sie ein Haus abbezahlen und eine Kreditkarte mit Ratenzahlungen haben und darüber hinaus noch einen Handyvertrag und eine Lebensversicherung etc. muss Ihr monatliches Einkommen die Kosten für die Miete, die Kosten für Lebensmittel und alle Kosten darüber hinaus abdecken. Sollten Sie dann noch für einen Urlaub im nächsten Jahr sparen, muss monatlich eine Summe X übrig bleiben, damit der Urlaub im nächsten Jahr bezahlt werden kann. Deckt sich Ihr Lohn mit den Kosten und bleibt dann noch was von Ihrem Lohn übrig, kann man davon sprechen, dass Ihr Gehalt ein gutes Gehalt ist. Wenn Sie unter einem guten Gehalt verstehen, dass darüber hinaus noch eine Summe X übrig bleiben soll, müssen Sie allgemein mehr Lohn verlangen. Ob ein Gehalt ein gutes Gehalt ist, ist aber eine sehr subjektive Angelegenheit.

Sollte das Gehalt nicht von einem Tarifvertrag abhängig sein, kann keine Aussage darüber gemacht werden, ob eine jährliche Lohnerhöhung stattfindet. Inwiefern das Gehalt steigt, muss dann mit dem Arbeitgeber individuell besprochen werden. Ein Gehalt steigt nicht automatisch, wenn es nicht vorher vertraglich festgelegt wurde.

Wenn es darum geht, ein besonders hohes Einkommen zu haben, gibt es bestimmte Berufsgruppen, die dafür bekannt sind, ein höheres Gehalt als andere Berufsgruppen zu bekommen. Letztendlich sind allerdings viele Branchen von wirtschaftlichen Schwankungen betroffen, deswegen kann für die wenigsten Berufe sicher vorausgesagt werden, dass man dort besonders viel Lohn verdient. Je nach Position wird relativ im Verhältnis zu Untergebenen mehr Gehalt bezahlt, die genaue Höhe hängt aber stark vom Unternehmen und der Branche selbst ab.

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Top 10 Gehälter

Die aktuellen Top 10 Gehälter übersichtlich in einer Tabelle nach Berufen, Bundesländer und Branchen im Überblick.

Beruf Gehalt
Automobilverkäufer/ Automobilverkäuferin 28571.973684211
Orthopäde/ Orthopädin 13673.103980583
Chefarzt/ Chefärztin 9798.86125
Plastischer Chirurg/ Plastische Chirurgin 8229.3957627119
Oberarzt/ Oberärztin 8226.7163043478
Kardiologe/ Kardiologin 7622.7192523364
Fluglotse/ Fluglotsin 6735.7339655172
Chief Financial Officer (CFO) 6642.9615384615
Hausarzt/ Hausärztin 6418.4758454106
Neurochirurg/ Neurochirurgin 6411.3226530612
Bundesland Gehalt
Hessen 2775.4090319579
Baden Württemberg 2721.5761844947
Hamburg 2668.3209753788
Bayern 2658.7571979776
Bremen 2565.265114137
Nordrhein-Westfalen 2528.9897399245
Rheinland-Pfalz 2511.3258210744
Berlin 2507.1252551584
Saarland 2498.2365114352
Niedersachsen 2482.5069436592
Branche Gehalt
Luft- und Raumfahrt 4108.1662140558
Wasserwirtschaft 3696.16827198
Forschung und Entwicklung 3551.9208856016
Chemie und Pharmazie 3410.9772362717
Wasserversorgung und Abwasserentsorgung 3402.3844709522
Kredit- und Versicherungsgewerbe 3327.4947544204
Maritime Wirtschaft 3218.0199530516
Beamte 3160.9129776702
Finanzen 3090.6168403085
Elektrotechnik- und Elektronikindustrie 3028.1501222645

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Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium für Familien, Frauen, Senioren und Jugend: Lohngerechtigkeit
  2. Einkommensteuergesetzt
  3. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Arbeitsrecht
  4. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Mindestlohngesetz
  5. Statistisches Bundesamt (Destatis): Verdienste auf einen Blick
  6. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Vertragstypische Pflichten beim Dienstvertrag

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